Sehnsucht

Streifend durch heimische Wälder
ersehne ich römische Häuser und
trage lange schon weit offene Fenster
in meinem Herzen, wo der Klang
Deiner Stimme fern erschallt und
der zu lauschen im Rauschen der
Erinnerung ein Wandern durch
verheißene Lande am Rande
unserer Existenzen ist und
wir durch wilde Gärten streifen und
zu den süßen Sternen greifen...

Weihnachten, anders

Still war die
beinahe weiße
Weihnacht, in der
nicht nur ein vergangenes Paar,
sondern tausende aktuelle
eine Herberge gebraucht hätten.
Und viele Seelen einen -
auch metaphorischen -
Stall mit entsprechenden 
Beigaben.
Still und leise war es
auch diesmal aus anderen
Gründen,
still war das Leid,
war der Tod, war
das Leben.
Heilig ist das auch,
weil es der Mensch ist,
um den es geht,
der un-
bedingt an-
gesprochen wird,
wegen dieser Nacht, wegen der
Botschaft, die in ihr liegt.
Mit geneigtem Ohr
der Stille zu lauschen und
dem Geheimnis, das offen
für alle
in uns liegt,
das alles kann alles
anders machen.